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Grünes Gold

Hemp oil in two glass jars and sauceboat with grain in the bag, leaves and stalks of cannabis, a spoon with flour on the background of wooden boards
Hemp oil in two glass jars and sauceboat with grain in the bag, leaves and stalks of cannabis, a spoon with flour on the background of wooden boards
iStock/rezkrr

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, einer einzigartigen Verbindung, die sich von Natur aus in Cannabis und Hanf befindet. Wegen seiner heilsamen Wirkung findet es seit einigen Jahren immer breitere praktische Verwendung.

Nach THC (Dronabinol) ist CBD das zweithäufigste Cannabinoid der weiblichen Hanfpflanze. Insgesamt wurden bislang 113 Cannabinoide in Hanf gefunden. Cannabidiol wird in Hanfpflanzen zusammen mit anderen Cannabinoiden gebildet, wenn Hanf unter dem Einfluss zahlreicher Enzyme beginnt, besonders aktiv während des Blühens und der Bildung von Blüten zu produzieren.

Kein Himmelskuss …

CBD nimmt dem Rausch durch THC die Spitze und ist verantwortlich für die stressreduzierende Wirkung von Cannabis. Das in Europa inzwischen überwiegend konsumierte THC-reiche Marijuana enthält kaum CBD, während traditionelles Haschisch meist einen höheren CBD-Anteil aufweist. Lange Zeit wusste kaum jemand etwas über CBD, aber in den letzten Jahren wurde in Studien herausgefunden, dass diese Verbindung einen atemberaubenden medizinischen Wert hat. Dank der Tatsache, dass CBD nicht psychoaktiv ist, ist es in den meisten Ländern der Welt legal.

… aber der Erde verbunden

CBD ist nachweislich eine Hilfe bei einer breiten Palette von Beschwerden. Durch seine antipsychotische Wirkung und die Hemmung des THC wirkt es Cannabis-induzierten Psychosen sowie Schizophrenie entgegen. Obwohl offiziell nicht als Medikament anerkannt, haben Studien gezeigt, dass CBD bei einer ganzen Reihe von verschiedenen Krankheiten von Nutzen ist. Dazu gehören Epilepsie, Angststörungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Psychose, Depression, entzündliche, neurodegenerative Erkrankungen und sogar Krebs. Die entzündungshemmende Wirkung von CBD kann u.a. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Arthritis, Asthma sowie weiteren Autoimmunkrankheiten helfen. CBD besitzt auch neuroprotektive und antibakterielle Eigenschaften. Es hemmt die Anhäufung von Prionproteinen wie beim Rinderwahnsinn (BSE). Außerdem wird angenommen, dass CBD eine Reduktion des Diabetesrisikos bewirkt.

Erhältlich ist der Wirkstoff in CBD-haltigen Hanfölen, die mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent als Ergänzungsmittel legal verkauft werden. Unbedingt sind diese immer auf Qualitätsmerkmale wie Reinheit und Inhaltsstoffe zu prüfen. Und sie sind freilich nicht zu verwechseln mit stark THC-haltigem illegalem Cannabisöl.


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