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Mamasein

Foto: sasint via pixabay

Heutzutage werden wir Mütter von einer Vielzahl von Erwartungen überhäuft. Wie hat eine Mutter zu sein, sich zu fühlen? Wie hat eine Frau zu sein?

Oft verschwimmen hinter diesen gesellschaftlichen Erwartungen unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Und auch wir selbst setzen uns oft unter Druck, um möglichst nah an unser selbst geschaffenes Idealbild heranzukommen. 

Und gerade hier macht in den meisten Fällen das Mamasein nicht mit. Es hat die Macht all unsere Vorstellungen und Erwartungen auf den Kopf zu stellen und uns vor komplett neue Herausforderungen zu stellen. Auch wenn sich das im ersten Moment nicht wie ein Sechser im Lotto anfühlt, birgt diese vollkommen neue Situation doch große Chancen. 

Wir dürfen ausbrechen, aus der Welt der Erwartungen und uns ganz radikal fragen, was möchte ich, was tut mir und meinem Kind gut. Wir dürfen das Unperfekte, das Neue – das meistens keineswegs schlecht, sondern einfach nur anders ist – umarmen. Wir dürfen uns befreien vom gesellschaftlichen Zeigefinger und das sein und tun, was uns richtig erscheint. Gehe ich Vollzeit, Teilzeit arbeiten oder bleibe ich bei meinem Kind. Nur jede Mutter kann hier für sich selbst die richtige Antwort finden. Mamasein ist Selbstermächtigung, das zu tun was für Mutter und Kind das Beste ist.

Mamasein ist eine Gefühlsexplosion der Extraklasse. Noch nie dagewesenes Glück, noch nie dagewesene Ängste. Wunderschöne und freudvolle Momente der Zweisamkeit und extreme Einschnitte in die persönliche Freiheit. Eine Gefühlsachterbahn, die es erstmal zu meistern gilt. Oft wollen uns auch hier die oben erwähnten Erwartungen einen Strich durch die Rechnung machen und uns weis machen, was wir fühlen dürfen und was nicht.

Doch auch die negativen Gedanken und Gefühle haben ihre Berechtigung. Sie möchten uns sagen, wenn es uns an etwas fehlt, sie melden sich, wenn unsere Speicher leer sind. Sie helfen uns, gut für uns zu sorgen. Denn nur, wenn es uns gut geht können wir auch optimal für unsere Kinder sorgen. Hier ist Kreativität gefragt: wie können wir als Familie eine Balance schaffen? Wer kann mich unterstützen? Was nährt mich besonders, damit es mir rasch wieder gut geht? 

Gibt es Themen, die ich -alleine oder im Rahmen der Familie- nicht lösen kann, dann tut Hilfe holen gut. Hilfe holen bedeutet keineswegs, versagt zu haben – so viele von uns stehen mal an und wissen nicht weiter – es bedeutet viel mehr aus den Erfahrungen anderer zu profitieren und so einfacher und schneller wieder Leichtigkeit und Freude in den Familienalltag zu bringen.

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